Die Selbst(be)herrscher und die Wut…
Hybris, Furor, Leere – Eine mimische Selbsterkundung
Was zeigt sich in meiner Kunst? Mein Inneres oder das, was von außen auf mich einwirkt? Lässt sich beides überhaupt voneinander zu trennen?
Der Kontext zu den hier gezeigten Arbeiten:
Im Dezember 2025 erlitt ich einen schweren Herzinfarkt, ein paar Wochen später folgte dann eine sog. Anschlussheilbehandlung.
Der Klinikalltag war gefüllt mit Fitnesseinheiten, Ernährungsberatung, Meditationsübungen, Spazierengehen bei Null Grad am vereisten Ostseestrand. Um mich herum Patient:innen, die es zum Teil weitaus schwerer getroffen hatte als mich. Viel zeitlicher Leerlauf.
Ich hatte glücklicherweise ein Einzelzimmer. Während dieses zweiwöchigen Klinikaufenthalts entstanden Selfies, die ich später weiter bearbeitete. Unterm Strich war es eine mimische Selbsterkundung.
Zum Kontext gehören allerdings auch Themen, die mich zeit meines Lebens beschäftigen. Persönliche Gewalterfahrungen, seelischer Missbrauch, männliche Selbstanmaßungen, kalter Zorn…
Und schließlich aktuell im Hinterkopf: die aktuellen Debatten um patriarchale Strukturen, Hassdebattierer, Manosphäre wie auch der verbreiteten Misogynie… Wir erleben Politiker, die nicht mehr nüchtern und sachlich agieren. Gleichzeitig dominieren emotionsgeladene Momente die Streams unserer sozialen Kanäle.
Und was macht dies alles mit mir selbst im Angesicht meiner Endlichkeit?
Bilder überfluten. Sie verdrängen Worte. Gespräche. Empathie. Was bleibt? In mir selbst? Verstörung? Ohmacht? Hysterisches Lachen? Lasse ich mich von der Wut um mich herum anstecken? Reihe ich mich ein in den Kanal der Polarisierer oder gelingt es, die Wut in konstruktive Energie zu wandeln?
Wird es mir möglich sein, trotz alledem zur Ruhe zu kommen?
Selbstporträts
Die hier gezeigten Gesichter sind Selfies. Ich nahm sie mit einem iPhone 14 Pro auf und überarbeitete sie mit Affinity Photo 2.0.
Es wurde keine KI verwendet.
Ausstellungen etc.
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Meine Graffitiparole »Stell Dir vor, es ist Krieg, und Keiner geht hin.« wurde durch den Angriffs auf die Ukraine von der Realität überholt. Der Krieg ist nun in unmittelbarer europäischer Nachbarschaft angekommen.
Ihre Formulierung weckte 1981 während des Kalten Krieges Hoffnung. Heute weckt sie Zweifel. Letztlich wird allein die russische Zivilgesellschaft Putin stoppen können. Doch seinen Destabilisierungsbemühungen, die in letzten Jahren bei uns Früchte trugen, die zu Hetze und Polarisierungen geführt haben, können wir nur selbst zurückdrängen.
Die Grafik aus dem Jahr 1981 wurde zum Zeitdokument. Wie es dazu kam und wie der Spruch selbst entstand, all dies habe ich hier sowie bei SPIEGEL Geschichte erzählt.
Weniger bekannt sein dürfte, dass die Orignalzeichung immer noch existiert und sich in meinem Besitz befindet. Mein Wunsch ist es, ihr in einer passenden zeitgeschichtlichen Umgebung ein neues Zuhause zu verschaffen.
Die Selbstbeherrscher
Eine fotografische Erkundung von Kränkung, Furor, Leere...
Im Hinterkopf die aktuellen Debatten um patriarchale Strukturen, Hassdebattierer, Manosphäre wie auch der verbreiteten Misogynie... Die möglichen emotionalen Wurzeln von Selbstanmaßungen beschäftigen mich schon seit Längerem.
Anfang 2026 hatte ich während eines Klinikaufenthalts – eine Kränkung im Wortsinne – viel Zeit. Das Ergebnis: eine mimische Selbsterforschung. Ich bin gespannt, wie sie gelesen werden wird...
Die Fotoarbeiten...
entstanden ohne KI.
Für die Selbsproträts verwendetete ich ein iPhone 14 Pro und für die Nachbearbeitung die Software Affinity Photo 2.0.


































